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Daten: der Schlüssel zum Parkraummanagement

January 29, 2025

Was verraten uns Parkdaten über die Zukunft der Büroinfrastruktur und Mobilität? Das Sammeln und Analysieren dieser Daten ermöglicht es uns, faktenbasierte Maßnahmenpläne zu erstellen.

Optimierung bestehender Gebäude

Platzmangel und die Herausforderungen der städtischen Nachhaltigkeit erfordern eine Optimierung aktueller Bauten sowie eine bessere Einschätzung der Kapazitäten künftiger Gebäude. Daher ist es entscheidend, die tatsächliche Kapazität verfügbarer Parkflächen bewerten zu können. Dies bedeutet, die Auslastungsraten der Parkplätze zu analysieren.

Betrachten wir das Beispiel von Büroparkplätzen: Die Analyse der Auslastungsrate auf Unternehmensebene ist ein äußerst nützlicher Datenpunkt für ein effizientes Tagesmanagement der Büroinfrastruktur. Sie hilft dabei, die reale Kapazität der Standortinfrastruktur zu verstehen, die Nutzung zu überwachen und Parkplatzengpässe (dank der Auswertung von Reservierungsdaten) vorherzusehen. Wenn diese Daten zudem in Echtzeit verfügbar sind, kann bei Blockaden sehr schnell reagiert werden.

Werden diese Daten auf städtischer Ebene analysiert, zeigt sich, dass die Optimierung bestehender Gebäude – wo ein großes Reservoir an ungenutzten Flächen schlummert – die erste Lösung ist. Unsere Studien belegen, dass durch die Abschaffung fester Stellplätze und deren Bündelung die Kapazität um das bis zu 2,7-Fache gesteigert werden kann. Dies reduziert den Bedarf an zusätzlichen Parkplatzneubauten erheblich.

Die aktuelle Mobilität der Mitarbeiter besser verstehen und sanfte Mobilität fördern

Die Registrierung von Nutzern vor der Einfahrt in den Parkplatz ermöglicht deren Zuordnung zu einer Fahrzeugart. Anhand dieser Daten lässt sich die tägliche Mobilitätsnutzung an jedem Standort bewerten und Anreize für nachhaltige Mobilität schaffen. Zudem lässt sich ermitteln, ob die Infrastruktur angepasst werden muss, etwa ob es sinnvoll wäre, zugunsten von Fahrradstellplätzen auf bestimmte Pkw-Parkplätze zu verzichten.

Die Umweltbilanz von Gebäuden und Mitarbeitermobilität berechnen

Ein Teil der verkehrsbedingten Umweltbelastung entsteht direkt durch Staus und den Parksuchverkehr. Die Herausforderung besteht darin, den Verkehrsfluss zu glätten. Eine Innovation ist die Digitalisierung der Zugangspunkte, wodurch Wartezeiten vor Parkschranken verkürzt werden. Unsere Analysen zeigen, dass Parkplätze mit digitalem Zugang (per App oder Kennzeichenerkennung) bis zu 1,6-mal mehr Verkehr bewältigen können. Ein flüssigerer Verkehr und Einrichtungen für nachhaltige Mobilität haben einen direkt messbaren Einfluss auf den CO2-Fußabdruck des Standorts, was sich positiv auf die ESG-Bewertungen von Gebäuden (BREEAM/HQE-Zertifizierungen) auswirkt.

Rendite der Infrastrukturinvestitionen sichern

Der Umstieg auf Elektroautos ist zur Notwendigkeit geworden und gesetzlich verankert, etwa durch das französische Mobilitätsgesetz (LOM), das bis 2025 einen Ladepunkt pro 20 Stellplätze (5 %) vorschreibt. Dieses Gesetz erfordert jedoch erhebliche und kostspielige Investitionen in die Ladeinfrastruktur.

Die Erfassung von Daten zum tatsächlichen Bedarf an Ladepunkten ermöglicht es, deren Zugang zu bündeln und eine maximale Auslastung sicherzustellen, um Investitionen in unrentable Anlagen zu vermeiden. Die Installation von Ladestationen umfasst nicht nur die Kosten für das Gerät selbst (die bei Schnellladern mehrere tausend Euro betragen können), sondern auch die Kosten für die Anpassung des Parkplatzes (elektrische Anschlüsse, Brandschutzsysteme usw.).

Bei unseren mit Ladesäulen ausgestatteten Parkplätzen wurde berechnet, dass die Einführung eines Reservierungssystems und die Überwachung der Säulennutzung die Investitionskosten um bis zu 50 % senken können.

Noham NADRI
Growth Marketer

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