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Der betriebliche Mobilitätsplan: Definition, Anforderungen und Umsetzung der gesetzlichen Bestimmungen (LOM-Gesetz und PDE)

January 29, 2025

Unternehmen streben danach, die Lebensqualität am Arbeitsplatz zu verbessern, Treibhausgasemissionen zu senken und gesetzliche Vorgaben wie das Mobilitätsgesetz (LOM) in Frankreich oder den Mobilitätsplan (PDE/BVP) in Belgien zu erfüllen. Dabei gewinnt das betriebliche Mobilitätsmanagement als strategisches Instrument zunehmend an Bedeutung. Ein entscheidender Faktor wird jedoch oft unterschätzt: das Parkraummanagement.

Gesetzliche Mobilitätsanforderungen für Unternehmen

Bevor wir uns den praktischen Strategien widmen, ist es wichtig, den regulatorischen Rahmen und die Verantwortung des Arbeitgebers zu verstehen.

Diese Anforderungen variieren je nach europäischem Land:

In Frankreich verpflichtet das Mobilitätsgesetz (LOM) Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern an einem Standort dazu, einen betrieblichen Mobilitätsplan (PDME) zu erstellen, um nachhaltige Pendlerlösungen (Fahrgemeinschaften, Fahrradnutzung, öffentliche Verkehrsmittel etc.) zu fördern.
Ab dem 1. Januar 2025 gelten in Frankreich zudem strengere Regeln für Parkflächen:

  • Pro 20 Stellplätze ist ein Ladepunkt erforderlich.
  • Behindertengerechte Stellplätze müssen entsprechend ausgestattet sein.
  • Auf öffentlich zugänglichen Parkplätzen müssen mindestens 5 % der Stellplätze ausgestattet sein.
  • Große Fuhrparks (über 100 Fahrzeuge) müssen ab 2025 einen Anteil von mindestens 20 % an emissionsarmen Fahrzeugen aufweisen.

In Belgien, insbesondere in der Region Brüssel, sind betriebliche Mobilitätspläne (PDE/BVP) für Standorte mit mehr als 100 Mitarbeitern bereits seit 2004 verpflichtend. Ziel ist es, die Umweltauswirkungen und das Verkehrsaufkommen durch die Analyse von Pendlerströmen und die Umsetzung konkreter Maßnahmen für nachhaltige Mobilität zu reduzieren.

Unternehmen müssen daher ihre aktuelle Situation bewerten, klare Maßnahmen definieren und ihre Parkmöglichkeiten sowie Fahrzeugflotten anpassen, um diese gesetzlichen Verpflichtungen zu erfüllen.

Die Entwicklung flexibler Mobilitätspläne

In den letzten Jahren haben betriebliche Mobilitätspläne einen bedeutenden Wandel vollzogen. Unternehmen lösen sich von starren Pendlerkonzepten und setzen stattdessen auf flexiblere und inklusivere Strategien. Diese Pläne legen den Fokus auf:

  • Wahlfreiheit für Mitarbeiter: Bieten Sie Optionen wie öffentliche Verkehrsmittel, Fahrradverleih, Fahrgemeinschaften und Mobilitätsbudgets an.
  • Nachhaltigkeit: Senkung des CO2-Fußabdrucks durch die Einführung von Elektrofahrzeugen und umweltfreundlichere Verkehrsmittel.
  • Anpassungsfähigkeit: Erfüllung der dynamischen Anforderungen hybrider Arbeitsumgebungen und unterschiedlicher Pendlergewohnheiten.

Die Implementierung flexibler Mobilitätspläne ist entscheidend, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu fördern, Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und im Wettbewerb um Top-Talente attraktiv zu bleiben.

Die Rolle von Parkplätzen im Mobilitätswandel

Parkraum wird traditionell als statische Infrastruktur betrachtet, entwickelt sich jedoch zunehmend zu einem dynamischen, multifunktionalen Vermögenswert. Im heutigen hybriden Arbeitsumfeld spielt Parkraum eine strategische Rolle bei:

  • Förderung alternativer Verkehrsmittel: Die Einschränkung des Parkzugangs motiviert Mitarbeiter dazu, Fahrgemeinschaften zu bilden, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen oder auf das Fahrrad umzusteigen, insbesondere wenn praktikable Alternativen bestehen.
  • Priorisierung von Personen ohne Alternativen: Sicherstellung des Parkzugangs für diejenigen, die aufgrund begrenzter Pendelmöglichkeiten zwingend darauf angewiesen sind.
  • Unterstützung neuer Mobilitätstrends: Förderung der Elektromobilität und geteilter Transportlösungen durch dedizierte Infrastruktur und Managementsysteme.

Wie sich Parkraum nahtlos in Mobilitätsstrategien integrieren lässt

Parkraum darf nicht mehr isoliert von umfassenderen Mobilitätsinitiativen betrachtet werden. Die Integration intelligenter Parklösungen wie Izix mit Mobilitätsplattformen wie Vaigo ermöglicht es Unternehmen:

  • Parkraummanagement mit Mobilitätsbudgets zu verknüpfen, um umweltfreundlichere Verkehrsmittel zu fördern.
  • Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, ihren Arbeitsweg zu planen und Parkmöglichkeiten mit anderen Optionen wie öffentlichen Verkehrsmitteln oder Fahrgemeinschaften zu kombinieren.
  • Parknutzungsmuster zu überwachen, um Ressourcen effektiv anzupassen und zu optimieren.

Durch die Nutzung dieser Integrationen können Unternehmen Parkraum als Hebel einsetzen, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

Einen effektiven Mobilitätsplan erstellen: Die wichtigsten Schritte

Sobald die richtigen Hebel identifiziert sind, besteht der nächste Schritt darin, einen klaren Aktionsplan zu entwickeln. Hier sind die wichtigsten Schritte für einen effektiven Mobilitätsplan:

  1. Analysieren Sie das aktuelle Pendlerverhalten und die Parkplatznutzung.
  2. Befragen Sie Ihre Mitarbeiter, um deren Bedürfnisse und Einschränkungen zu verstehen.
  3. Definieren Sie realistische, messbare Ziele (Emissionsreduzierung, Nutzungsraten usw.).
  4. Entwickeln Sie einen strukturierten Aktionsplan: alternative Verkehrsmittel, Parkraummanagement, Flottenrichtlinien.
  5. Wählen Sie geeignete und integrierte Lösungen aus (Managementplattformen, Tracking-Tools, Mobilitätsdienste).
  6. Setzen Sie die ausgewählten Maßnahmen um, einschließlich Parkplatzzugang, Ladestationen und Anreizen für sanfte Mobilität.
  7. Verfolgen Sie die Ergebnisse und aktualisieren Sie den Plan regelmäßig – bei Bedarf auch die Parkplatzgestaltung.

Tools und Ressourcen für eine erfolgreiche Mobilitätsplanung

Proximus: ein führendes Beispiel

Ein bemerkenswertes Beispiel ist die Integration des intelligenten Parkraummanagementsystems von Izix mit der Vaigo Mobilitätsplattform für Proximus. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es Mitarbeitern, Parkplätze nahtlos zu buchen und gleichzeitig ihre Mobilitätsbudgets über die Plattform von Vaigo zu verwalten. Die Einführung dieser Lösung durch Proximus zeigt, wie die Kombination von Parkraummanagement mit umfassenderen Mobilitätsstrategien die Mitarbeiterzufriedenheit steigern und Nachhaltigkeitsziele unterstützen kann.

Das Beispiel Proximus zeigt, dass der Erfolg auch von den richtigen Tools abhängt. Hier sind einige nützliche Ressourcen, die Sie bei Ihrem eigenen Ansatz unterstützen können:

  • Izix: intelligente Parkraummanagement-Lösung, die sich einfach in Ihre Arbeitsplatz-Tools integrieren lässt (Kalender, HRIS, Mobilitätslösungen usw.).
  • Vaigo: Plattform für das Management von Mobilität und den dazugehörigen Budgets.
  • Aries Consultant: umfassende Unterstützung beim Aufbau Ihrer Mobilitätsstrategie.
  • 1km à pied: Tool zur Analyse von Arbeitswegen und zur Optimierung des Pendlerverkehrs.

Fazit

Da sich die Mobilitätslandschaft stetig wandelt, muss Parkraum als dynamischer Hebel für Veränderungen neu gedacht werden. Durch die Integration intelligenter Parksysteme in umfassende Mobilitätsplattformen können Unternehmen Mobilitätskonzepte erstellen, die Nachhaltigkeit, Flexibilität und Mitarbeiterzufriedenheit fördern.

Pauline Thieule
Head of Channel & Marketing

Wie implementiert man erfolgreich einen Mobilitätsplan?

Was ist ein Mobilitätsplan und warum ist er wichtig?
Was sind die Schritte zur Umsetzung eines Mobilitätsplans?
Welche Vorteile bietet ein betrieblicher Mobilitätsplan?
Wie stellen Sie sicher, dass der Plan den gesetzlichen Anforderungen entspricht?
Was sind die Best Practices für einen betrieblichen Mobilitätsplan (PDME)?

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